Mittwoch, 23. Januar 2013

Unser 2012 klingt aus mit Pauken & Trompeten


Wasserschlacht im Mount Backpackers
Es war wieder einmal ein wunderschöner, sonniger Tag in The Mount, als ich irgendwie keine Lust auf den Strand hatte (für diesen Satz hassen mich nun wahrscheinlich alle im kalten, dunklen Deutschland). Ich und Jess brauchten also eine neue Beschäftigung und waren sofort begeistert, als Antonio und Daniel mit Wasserpistolen aus dem Dollarshop kamen. Wir kauften uns auch gleich welche und so konnte die Wasserschlacht beginnen. Wir rannten durch das ganze Hostel und freuten uns wie kleine Kinder, irgendwann waren wir und unsere Umgebung ziemlich nass. Stew sah uns und fand irgendwie auch seinen Spaß daran. Durch seinen Beitrag zur Wasserschlacht artete alles so ziemlich aus, denn plötzlich bekam ich einen großen Topf voll Wasser über den Kopf geschüttet. Stew wechselte zwischen Kunden bedienen an der Rezeption und mit einem Topf durchs Hostel zu rennen und alle nass zu machen. Achja, das Mount Backpackers muss man einfach lieben!


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Doomsday- Party
Am 21. Dezember war Doomsday, die Welt sollte untergehen. Egal, ob man das nun glauben sollte oder nicht, wir fanden, dass das ein guter Anlass für eine Beachparty war. Ich ging vorher noch zu einem Barbecue mit ein paar Leuten aus dem Hostel. Als ich zurück kam, war das ganze Hostel komplett leer, was für eine Freitagnacht mehr als ungewohnt war. Ich konnte aber noch Del und Ella auffinden, die sich mit Körpermalfarben angemalt hatten. Wir machten uns dann gemeinsam mit Letitia, die ihre Arbeit eben beendet hatte, auf den Weg zum Strand. Glücklicherweise hatten wir unsere Longboards, denn der Weg zur der Stelle, wo die Party stattfand, war irgendwie ewig lang. Zuerst landeten wir bei einer Beachparty eines anderen Hostels und später dann endlich bei unserer eigenen. Fred, der die Party organisierte, hat eine tolle geschützte Stelle am Strand gefunden. Es brannte ein Lagerfeuer, das Meer rauschte und über uns die Sterne. Wenn gerade keine Musik lief, spielte Fred auf der Gitarre. Es war die perfekte Strandparty, wie im Bilderbuch. Wenn es tatsächlich der Weltuntergang gewesen wäre, wären wir alle ziemlich glücklich gestorben.

Weihnachten in The Mount 


In Neuseeland wird Weihnachten erst so richtig am Morgen des 25. gefeiert, mit Bescherung und großem Essen und dem ganzen Spaß. Das passte uns ganz gut, denn am 24. regnete es den ganzen Tag, so konnten wir wenigstens sagen „Ach, Weihnachten ist eh erst morgen“. Nichtsdestotrotz gab es am Abend eine Weihnachtsparty, die sich sehen lassen konnte (oder auch nicht, wie man es nimmt). Der erste Betrunkene lag schon ziemlich früh auf dem Tisch und wurde zur allgemeinen Belustigung im gesamten Gesicht angemalt und hatte ein Gesäß im Gesicht. In diesem Moment wusste ich, dass diese Feier früher oder später ausarten würde.


Alles endete dann tatsächlich in einem großen Exzess und vielen betrunkenen und fröhlichen Menschen auf einem Haufen. 24 Uhr war wie Neujahr, alle umarmten sich und wünschten sich „Merry Christmas“. Ziemlich spät nachts/ früh morgens gingen dann die meisten ins Bett. Hier muss ich erwähnen, dass unser 10er- Zimmer anscheinend kein Ende kennt, deshalb rannten wir um halb 7 in alle Zimmer um Merry Christmas zu singen. Besonders toll fand das irgendwie keiner. Danach gab es dann die große Weihnachtsbescherung von Jess in unserem Zimmer. Sie hatte für jeden Zimmergenossen ein kleines Geschenk, was im Großen und Ganzen Kinderspielzeug war. So waren wir um eine Gummihopse, Armbänder, Glibberzeug, eine Tröte, ein Kartenspiel, eine Neonbrille, eine Gorillafigur, ein Jojo etc. reicher. Als krönenden Abschluss gab es noch eine kleine Wasserschlacht mit den Waterguns im Zimmer, bevor jeder in sein nasses Bett fiel.

Eigentlich hatten wir vorgehabt, am nächsten Tag ein Christmas- Lunch zu machen. Nach 2 Stunden Schlaf krochen Cindy und ich aus dem Bett, machten uns ein leckeres Frühstück, schnippelten Kartoffelsalat und gingen letztendlich wieder ins Bett. Das mit dem großen Lunch hatte sich erledigt. Den ganzen Tag herrschte eine allgemeine Katerstimmung, kaum einer kroch aus dem Bett. Gegen 6 Uhr abends erhoben auch wir uns wieder aus den Betten. Der Gemeinschaftsbereich des Hostels war noch immer relativ leer, doch wir machten wenigstens am Abend noch ein tolles Christmas- Dinner mit den anderen Mädels und Emilio. Wir stellten ein kleines Buffet zusammen. Es gab Kartoffelsalat, Tofuwürstchen, gegrillte Auberginen mit Feta, gemischten Salat, Blätterteigtaschen, Eiersoße und als Nachtisch Obstsalat mit Eis. Auch wenn das Weihnachten alles andere als gewöhnlich war, schlemmen konnten wir trotzdem. Danach gab es Geschenke, da kam wenigstens etwas Weihnachtsstimmung auf. Cindy und ich schenkten Emilio ein Shirt, er schenkte uns auch Shirts (haha) und Nagellack, süß!
Das war also unser Weihnachten 2012: anders, aber toll. Unser Plan, Weihnachten am Strand zu verbringen, fiel aber leider ins Wasser.


Silvester
Kurz vor Silvester herrschte eine schlechte Stimmung in unserem Dreiergespann. Unser eigentlicher Plan war es, nach Wellington zu fahren und Silvester dort zu verbringen. Cindy und ich stellten aber kurz vorher fest, dass es ziemlich dumm wäre, Mount Maunganui und seine Freunde zu verlassen und Silvester alleine an einem neuen Ort zu feiern, an dem man noch niemanden kennt. Emilio war daraufhin etwas stinkig, weil seine Kumpels, die ebenfalls mit uns einige Wochen im Mount Backpackers gelebt hatten, in Wellington waren. Wir schlugen ihm dann vor, dass er schonmal mit dem Bus dorthin fährt und wir Silvester eben getrennt verbringen. Letztendlich entschied er sich aber doch dafür, zu bleiben und alles war wieder gut. Später sollte sich diese Entscheidung noch als sehr gut herausstellen.

Abends ging dann die fette Party los. Stew, der sonst keinen Alkohol trinkt, ließ sich überreden, an diesem Abend mal nicht abstinent zu sein. Als ich mich in unserem Zimmer bereit zum Feiern machte, hörte ich schon Stews Gesänge zu der Hostelgemeinschaft. Er spielte Bier- Ping- Pong mit Emilio und musste gegen 8 Uhr abends das Sofa nach draußen schleppen und abspritzen, weil es schon vollgekotzt wurde. Doch selbst dabei konnte er seinen Spaß nicht verlieren. Die Party lief also schon gut an, alles tranken und hatten Spaß. Wir lernten Bella kennen, eine junge Neuseeländerin, die deutsch sprechen konnte, und das sogar richtig gut und mit einem ganz niedlichen Akzent.
Die Straßen waren schon seit 2 Uhr nachmittags komplett gesperrt, überall war Polizei und total viele Menschen. In Deutschland würden einem normalerweise schon Feuerwerk und Böller um die Ohren fliegen, hier gab es das gar nicht. Mount Maunganui wurde komplett zur alkoholfreien Zone erklärt, bei den ganzen Polizisten konnte man mit hohen Strafen rechnen. Uns interessierte das nicht sonderlich, denn das Hostel war mitten im Geschehen, so konnten wir drinnen trinken und dann raus gehen. Um halb 12 liefen alle gemeinsam zum Strand. Bei den Menschenmassen, die aber überall waren, verlor sich die Gruppe und so ging ich allein mit Nico zur Bühne. Dort spielte eine Band und kurz vor 0 Uhr gab es einen Countdown. Und so schafften Cindy und ich es wieder nicht, gemeinsam ins Neue Jahr zu starten. Nico und ich feierten uns also allein, was nicht weniger lustig war. Es gab ein schönes Feuerwerk über der Halbinsel und dem Meer, direkt neben dem Mond. Später gab es dann das große Aufeinandertreffen im Hostel, wo ich nun auch endlich Cindy sah, die mit einer etwas größeren Gruppe am Strand den Countdown miterlebt hatte. Danach wurde noch intensiv weiter gefeiert, so wie es sich im Neujahr gehört!
Am nächsten Tag sah es im Hostel ähnlich aus, wie nach Weihnachten. Alle waren verkatert und kaum einer kam aus dem Bett. Stew bediente seine Kunden an der Rezeption nur noch mit halb vorhandener Stimme und nickte immer wieder ein, der wird wohl genug Alkohol fürs neue Jahr gehabt haben, haha!

Bier Ping-Pong

 

1 Kommentar:

  1. tolle Bilder,toller Blog! macht Spaß und neidisch eure Erlebnisse zu lesen;)

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